Band | Geschichte    
       
 
Die Bandgeschichte (Teil 1)   Bandgeschichte Teil 1
    Bandgeschichte Teil 2
    Bandgeschichte Teil 3

Diese Geschichte wird vor allem eins enthalten: Geschichtchen. Und die wiederum ergeben dann eine große Geschichte, die bis jetzt kein Ende hat. Aber dafür klärt sie vielleicht ein paar Fragen. So wie die, die wir eigentlich immer als erste hören:

"Warum [dann wahlweise "um Himmels willen/zum Geier/zur Hölle/verdammt noch mal" usw.] habt Ihr Euch Fast Running Vegetable genannt?!?"
Nun, das kam so: Im Januar 1997 hatten wir endlich unseren ersten Bandraum. In einem Jungendzentrum im Märkischen Viertel, hatte Vince gehört, würden öffentliche Gelder dafür verwendet, einen Raum mit Schaumstoffschallschutzplatten (wer ein Wort mit noch mehr "sch" kennt, maile es bitte an Morten) zu bekleben, um den dort vorhandenen Musikinstrumenten eine passende Bleibe zu geben. Schon waren wir da und haben geholfen. Zum Dank mussten sie uns einfach den Freitag Nachmittag als Probetermin geben. Von da an waren wir da jeden Freitag von 15:00 bis 21:00 Uhr und schmiedeten einen Hit nach dem anderen. Eine Band, die einen Proberaum hat und einen Hit nach dem anderen schmiedet, brauchte einen Namen. Also schrieb jeder seine Ideen auf kleine Zettel, die dann in Vincents Mütze wanderten. Dies geschah nur, damit nachher keiner wusste, von wem der lächerliche Vorschlag war, der nun gerade verlesen wurde. Denn das geschah als nächstes: jeder Name wurde verlesen und aufgeschrieben. Danach schrieb jeder der drei Bandmitglieder seine drei Favoriten auf. Und da lag dann plötzlich Fast Running Vegetable vorne. Der Vorschlag war übrigens von Vincent. Er erklärte, der Begriff käme aus dem Ayurvedischen und wäre eine Umschreibung für Hühnerfleisch, weil das bei der Schlachtung Hormone ausschütte, die es zu Gemüse werden ließen. Alex und Morten waren blöde genug es zu glauben und Morten meinte, die Geschichte würde mal wieder zeigen, auf was für absurde Gedanken die Menschheit kommen könne, wenn sie nichts zu tun habe. Das müsse einfach Bandname werden, um die Absurdität der zivilisierten Welt, die wir doch auch in einigen Songs anprangern würden, auch im Bandnamen zum Ausdruck zu bringen. Später sagte Vince, dass die Geschichte wohl so gar nicht stimme - egal, sie könnte aber stimmen und absurd ist die Welt auch. Also passt der Bandname. Außerdem wird man von jedem gefragt "Wieso zum Geier/..."

 

Vince vor der von ihm beklebten Wand mit besagter Mütze.


Das erste handgemalte FRV-Logo.
 
"Moment mal - Januar 1997. Was war denn davor?"
 
Davor waren die wüsten Anfänge. Alex hatte sich irgendwann daran gemacht, sich Gitarrespielen beizubringen, und Ende '95 waren Morten die Tasteninstrumente zu statisch geworden. Eine neue, aber leistbare Herausforderung sah er im Bassspielen. Beide trafen sich nun ab und zu bei Alex, um in dessen elterlichem Keller die autodidaktisch erworbenen Fähigkeiten an Songs wie "Should I stay or should I go" auszuprobieren. Das ging auch ganz gut, aber es rockte nicht so richtig. Ein Schlagzeug sollte diesem Missstand Abhilfe leisten. Alex fand in seinem alten Pfadfinderkollegen Vincent den Mann, der Schlagzeug spielen konnte, es nach langer Zeit auch gerne mal wieder praktizieren wollte und - am wichtigsten - sogar ein eigenes Schlagzeug besaß. Außerdem war der Typ sympathisch und unterhaltsam, passte also richtig gut, um aus dem Duo ein Trio zu machen.
Von da an hatte auch die gesamte Nachbarschaft Alex' elterlicher Behausung etwas von unserem Übungsdrang. Zwar hatten wir alle Fenster und Türen mit Matratzen abgedichtet, leider aber spielten wir in der Waschküche, welche einen Abfluss und somit einen Anschluss an die Kanalisation besaß. Es staunte so mancher Nachbar nicht schlecht, als plötzlich seine Badewanne nach Schlagzeug klang...
In diesem Keller entstanden 1996 unsere ersten Songs, die damals noch von Vincent gesungen wurden (dass konnte der auch!). Aber ein Dauerzustand konnte das nicht sein. Ein Proberaum musste her, da kam der oben beschriebene Zufall sehr gelegen.
 
"Vincent hat gesungen? Wann kam denn Chrille?"
 
Chrille war noch lange nicht in Sicht. Vincent hat noch bis zum Herbst 1997 unsere Texte geträllert. Zwischenzeitlich hatten wir seinen Bruder Rossi im Visier, der auch nicht abgeneigt war, den Barden zu mimen, dann aber doch merkte, dass der Tag nur 24 Stunden hat und für Musikmachen keine Zeit übrig war.
Mittlerweile hatte Morten in FRVs damaliger Stammdisco, dem Rock It in der Lützowstraße (wir waren immer Freitags da, Ihr habt uns nie gesehen!), seinen alten Abiturkollegen Tino wiedergetroffen, der sich nicht lange bitten ließ und nach der ersten Probeprobe sofort als neuer FRV verpflichtet wurde. Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang! Wir hatten die klassische Besetzung beisammen! In dieser Besetzung haben wir unsere ersten Aufnahmen und unsere ersten Auftritte bestritten.
 
Erster Auftritt? Wo und wann war das denn?
 
Nachdem wir uns mit Tino so richtig eingerockt hatten und er auch schon seinen ersten Song beigesteuert hatte, fühlten wir uns dazu berufen, der Welt mal zu zeigen, wie man richtig Musik macht. Stones hin Ärzte her - unser Zeug war mindestens genauso gut (wenn nicht besser)! Vince hatte - ob seines besseren regionalmusikalischen Überblicks - zwar leise Zweifel und meinte, es gäbe in Nordberlin auch noch andere gute (wenn nicht bessere) Bands, aber egal. Wir meldeten uns für die Reinickendorfer Rocktage an - dem Rockwettbewerb im Berliner Norden. Das war im März 1998. Wir wurden sogar genommen (die nahmen bestimmt jeden) und spielten unser erstes 30-Minuten-Set im berühmt-berüchtigten "Fuchsbau".
Es gab tatsächlich noch bessere Bands. Beispielsweise "Müsli für Alle", bei denen Vincent mittlerweile ebenfalls Schlagzeug spielte und prompt den Wettbewerb gewann! Wir jedenfalls sind damals haarscharf am Finale vorbeigeschrammt - für den ersten Auftritt ja nicht schlecht. Wir haben es dann noch zweimal probiert, konnten unser Ergebnis aber nie verbessern. Einmal spielten wir der Jury zuwenig Cover, beim anderen Mal zuviel. Seitdem konnten uns Jurys und Wettbewerbe gestohlen bleiben.
 
1. Gig: FRV rocken den Fuchsbau. Alex, Vince, Tino, Morten (v.l.) weitere Bilder und Bericht
 
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Diese Geschichte wird vor allem eins enthalten: Geschichtchen. Und die wiederum ergeben dann eine große Geschichte, die bis jetzt kein Ende hat. Aber dafür klärt sie vielleicht ein paar Fragen. So wie die, die wir eigentlich immer als erste hören:

"Warum [dann wahlweise "um Himmels willen/zum Geier/zur Hölle/verdammt noch mal" usw.] habt Ihr Euch Fast Running Vegetable genannt?!?"

Nun, das kam so: Im Januar 1997 hatten wir endlich unseren ersten Bandraum. In einem Jungendzentrum im Märkischen Viertel, hatte Vince gehört, würden öffentliche Gelder dafür verwendet, einen Raum mit Schaumstoffschallschutzplatten (wer ein Wort mit noch mehr "sch" kennt, maile es bitte an Morten) zu bekleben, um den dort vorhandenen Musikinstrumenten eine passende Bleibe zu geben. Schon waren wir da und haben geholfen. Zum Dank mussten sie uns einfach den Freitag Nachmittag als Probetermin geben. Von da an waren wir da jeden Freitag von 15:00 bis 21:00 Uhr und schmiedeten einen Hit nach dem anderen. Eine Band, die einen Proberaum hat und einen Hit nach dem anderen schmiedet, brauchte einen Namen. Also schrieb jeder seine Ideen auf kleine Zettel, die dann in Vincents Mütze wanderten. Dies geschah nur, damit nachher keiner wusste, von wem der lächerliche Vorschlag war, der nun gerade verlesen wurde. Denn das geschah als nächstes: jeder Name wurde verlesen und aufgeschrieben. Danach schrieb jeder der drei Bandmitglieder seine drei Favoriten auf. Und da lag dann plötzlich Fast Running Vegetable vorne. Der Vorschlag war übrigens von Vincent. Er erklärte, der Begriff käme aus dem Ayurvedischen und wäre eine Umschreibung für Hühnerfleisch, weil das bei der Schlachtung Hormone ausschütte, die es zu Gemüse werden ließen. Alex und Morten waren blöde genug es zu glauben und Morten meinte, die Geschichte würde mal wieder zeigen, auf was für absurde Gedanken die Menschheit kommen könne, wenn sie nichts zu tun habe. Das müsse einfach Bandname werden, um die Absurdität der zivilisierten Welt, die wir doch auch in einigen Songs anprangern würden, auch im Bandnamen zum Ausdruck zu bringen. Später sagte Vince, dass die Geschichte wohl so gar nicht stimme - egal, sie könnte aber stimmen und absurd ist die Welt auch. Also passt der Bandname. Außerdem wird man von jedem gefragt "Wieso zum Geier/..."  
Vince vor der von ihm beklebten Wand mit besagter Mütze.


Das erste handgemalte FRV-Logo.
 
"Moment mal - Januar 1997. Was war denn davor?"
 
Davor waren die wüsten Anfänge. Alex hatte sich irgendwann daran gemacht, sich Gitarrespielen beizubringen, und Ende '95 waren Morten die Tasteninstrumente zu statisch geworden. Eine neue, aber leistbare Herausforderung sah er im Bassspielen. Beide trafen sich nun ab und zu bei Alex, um in dessen elterlichem Keller die autodidaktisch erworbenen Fähigkeiten an Songs wie "Should I stay or should I go" auszuprobieren. Das ging auch ganz gut, aber es rockte nicht so richtig. Ein Schlagzeug sollte diesem Missstand Abhilfe leisten. Alex fand in seinem alten Pfadfinderkollegen Vincent den Mann, der Schlagzeug spielen konnte, es nach langer Zeit auch gerne mal wieder praktizieren wollte und - am wichtigsten - sogar ein eigenes Schlagzeug besaß. Außerdem war der Typ sympathisch und unterhaltsam, passte also richtig gut, um aus dem Duo ein Trio zu machen.
Von da an hatte auch die gesamte Nachbarschaft Alex' elterlicher Behausung etwas von unserem Übungsdrang. Zwar hatten wir alle Fenster und Türen mit Matratzen abgedichtet, leider aber spielten wir in der Waschküche, welche einen Abfluss und somit einen Anschluss an die Kanalisation besaß. Es staunte so mancher Nachbar nicht schlecht, als plötzlich seine Badewanne nach Schlagzeug klang...
In diesem Keller entstanden 1996 unsere ersten Songs, die damals noch von Vincent gesungen wurden (dass konnte der auch!). Aber ein Dauerzustand konnte das nicht sein. Ein Proberaum musste her, da kam der oben beschriebene Zufall sehr gelegen.
 
"Vincent hat gesungen? Wann kam denn Chrille?"
 
Chrille war noch lange nicht in Sicht. Vincent hat noch bis zum Herbst 1997 unsere Texte geträllert. Zwischenzeitlich hatten wir seinen Bruder Rossi im Visier, der auch nicht abgeneigt war, den Barden zu mimen, dann aber doch merkte, dass der Tag nur 24 Stunden hat und für Musikmachen keine Zeit übrig war.
Mittlerweile hatte Morten in FRVs damaliger Stammdisco, dem Rock It in der Lützowstraße (wir waren immer Freitags da, Ihr habt uns nie gesehen!), seinen alten Abiturkollegen Tino wiedergetroffen, der sich nicht lange bitten ließ und nach der ersten Probeprobe sofort als neuer FRV verpflichtet wurde. Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang! Wir hatten die klassische Besetzung beisammen! In dieser Besetzung haben wir unsere ersten Aufnahmen und unsere ersten Auftritte bestritten.
 
Erster Auftritt? Wo und wann war das denn?

Nachdem wir uns mit Tino so richtig eingerockt hatten und er auch schon seinen ersten Song beigesteuert hatte, fühlten wir uns dazu berufen, der Welt mal zu zeigen, wie man richtig Musik macht. Stones hin Ärzte her - unser Zeug war mindestens genauso gut (wenn nicht besser)! Vince hatte - ob seines besseren regionalmusikalischen Überblicks - zwar leise Zweifel und meinte, es gäbe in Nordberlin auch noch andere gute (wenn nicht bessere) Bands, aber egal. Wir meldeten uns für die Reinickendorfer Rocktage an - dem Rockwettbewerb im Berliner Norden. Das war im März 1998. Wir wurden sogar genommen (die nahmen bestimmt jeden) und spielten unser erstes 30-Minuten-Set im berühmt-berüchtigten "Fuchsbau".
Es gab tatsächlich noch bessere Bands. Beispielsweise "Müsli für Alle", bei denen Vincent mittlerweile ebenfalls Schlagzeug spielte und prompt den Wettbewerb gewann! Wir jedenfalls sind damals haarscharf am Finale vorbeigeschrammt - für den ersten Auftritt ja nicht schlecht. Wir haben es dann noch zweimal probiert, konnten unser Ergebnis aber nie verbessern. Einmal spielten wir der Jury zuwenig Cover, beim anderen Mal zuviel. Seitdem konnten uns Jurys und Wettbewerbe gestohlen bleiben.

1. Auftritt: FRV rocken den Fuchsbau. Alex, Vince, Tino, Morten (v.l.) weitere Bilder und Bericht
 
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